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| Aus der Geschichte des Fränkischen Absolven Convents (FAC) | |
| Die ersten Bemühungen um einen Zusammenschluß der durch Namen, Farbe und gleiche Prinzipien miteinander verbundenen Absolvenbünde liegen im Jahre 1920. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde frühzeitig der nationale Gedanke bei der studentischen Jugend wach, welcher auf ein neues, besseres Reich hinzielte. Er sollte sich bald stärken, weil er von Studenten- und Schülerverbindungen aufgenommen wurde und diese den Wunsch hegten, unter gleichartigen Verbindungen ein einigendes, größeres Band zu schmieden. Man einigte sich im nordbayrischen Raum dahin, in dem zentral gelegenen Bamberg darüber zu sprechen, wie weit die einzelnen bestehenden Bünde dem Gedanken des Zusammenschließens zustimmen. Dank der rührigen Absolvia Bamberg kam es zu einem Zusammenschluß der Absolviabünde aus Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, Kulmbach, Schweinfurt, Weißenburg, Wunsiedel, Ingolstadt und Nördlingen. Als Gründungstage des "Fränkischen Absolvia-Bundes" wurden der 6. und 8. August festgelegt, zu denen Bamberg ein gelungenes Fest veranstaltete. Sieben Verbände hatten damals ihren Beitritt fest erklärt. Eine einheitliche Ausrichtung der Interessen und Ideen in den einzelnen Bünden war nicht vorhanden. Zu einem zweiten Verbandstreffen, das für 1922 in Erlangen geplant war, kam es nicht mehr. Der schöne Anlauf wurde plötzlich wieder gestoppt, und die Sache des Zusammenschlusses und Weiterharmonierens der einzelnen Bünde schlief wieder ein. Aus ähnlichem Drang heraus wie nach dem 1. Weltkrieg sammelten sich in den vorhin genannten und anderen Städten unseres Raumes die Absolven nach dem 2. Weltkrieg wieder. Aus tiefer Trostlosigkeit und trotz großer Erniedrigung war es bemerkenswert, daß sich die Verfechter unserer Ideale wiederfanden. Nach vorheriger Wiedergründung einzelner Absolvenbünde wurde in dem Bestreben, die nach dem Kriege wiedergegründeten weiß-grün-weißen farbentragenden Bünde des nordbayrischen Raumes zusammenzuschließen, der Fränkische Absolven-Convent ins Leben gerufen. Unter der Leitung der Erlanger Bundesbrüder fand am 27. September 1953 eine Vorbesprechung statt, der am 1. November 1953 eine ordentliche Vertretertagung in Erlangen folgte. Der Bundeskonvent der Absolvia Erlangen vom 27. November 1953 wurde zum Geburtstag des neu erstandenen Fränkischen Absolven-Conventes. Für die alljährlichen stattfindenden Tagungen wurde das in der Fränkischen Schweiz liegende schöne Städtchen Streitberg gewählt. Nach einem Jahr des Wiederbestehens ging der Vorort des FAC für das Jahr 1954 an die Absolvia Bayreuth über. In diesem Jahr erfolgte auch der Beitritt des RAAV Weiden zum FAC am 23. Oktober 1954. Nachdem der Vorort des FAC am 22. Mai 1955 an die Realabsolvia Nürnberg gewechselt hatte, wurde am 10. März 1956 im Hotel "Deutscher Hof" der Festcommers durchgeführt. Hierzu konnten auch erstmals die Bundesbrüder aus Hof begrüßt werden. Der RAV Kulmbach, an den inzwischen der Vorort übergegangen war, rief in den ersten Tagen des September 1956 zum FAC Kommers. Im März 1957 übernahmen dann die Fürther Absolven den Vorort, nachdem durch den Beitritt der Absolvia Hof ein erfreulicher Zugang zu verzeichnen war. In Verbindung mit dem 80. Stiftungsfest der Fürther Absolven fand dann am 18. Mai 1957 der fällige FAC-Kommers statt, wozu auch erstmals Vertreter der Absolvia Würzburg erschienen waren. Anläßlich ihres 70. Stiftungsfestes am 5. Oktober 1957 wurde die Aufnahme Würzburgs als nunmehr achtes Mitglied beschlossen. Die Durchführung des diesjährigen Convents obliegt dem RAAV Weiden, der am 12. April 1958 den Vorort übernahm. Wunsiedel trat unter der Patenverbindung Weiden 1958 in den FAC ein, 1965 wieder aus, um dann nach einigen Jahren wieder dem Convent beizutreten. Im Jahre 1998 wurde von der Absolvia Wunsiedel in Nordheim in Unterfranken ein Antrag auf "Reformation" des FAC gestellt. Die jährlichen Treffen waren zu einer belanglosen Diskutierstunde und zu einer anschließenden "schnellen" Übergabekneipe an den jeweiligen Vorort "verkommen". Wunsiedel wollte den Sinn des FAC, nämlich das Zusammenarbeiten und zusammen Feiern der fränkischen pennalen Verbindungen wieder auf eine höhere und bessere Stufe stellen. Am 17. Oktober 1998 stand dieser Antrag anläßlich einer außerordentlichen FAC-Tagung bei der Absolvia Würzburg auf dem Plan. Mit seltener Einstimmigkeit wurde der Antrag der Absolvia Wunsiedel von allen Bünden einstimmig angenommen. Nun wird jährlich eine richtige FAC-Kneipe gefeiert werden, die Damen- und Familienprogramme werden entfallen und mit Kulmbach wurde endlich eine passende Konstante für den FAC gefunden. (von Werner Schlicht, Abs. Wunsiedel) |
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